Veranstaltungsberichte

1998

 

Jahreshauptversammlung Festakt
Faschingsveranstaltung Gedenkgottesdienste
Jugendveranstaltung Waldfest
Tag der Senioren Kegeln (real-Pokal)
Projektchor in der Stiftskirche in Landau Eröffnung des Palatinums
Fahrradtour Sommeraktivitäten
Freundschaftssingen Familienausflug
Festkonzert Volkstrauertag
Totengedenken Ehrungsabend

Jahreshauptversammlung
14.01.98
Zu Beginn der Mitgliederversammlung am 14. Januar 1998 im Kath. Pfarrzentrum eröffnete unser Vorsitzender Günter Kunz auch das Jubiläumsjahr 1998 aus Anlaß des 125jährigen Bestehens. Der insgesamt gute Verlauf des Jahres 1997 habe eine erfreulich gute Startposition für das Jubeljahr gebracht, referierte der Vorsitzende. In der Berichterstattung der Vorstandsmitglieder war eine große Stabilität zu erkennen. So haben sowohl der Frauenchor als auch der Männerchor 73 Mitglieder. Das Durchschnittsalter der Chöre zeigt leider auch steigende Tendenz und liegt bei 54 bzw. 53 Jahren. Die Frauen haben mit einem durchschnittlichen Singstundenbesuch von 82 % ein Rekordhoch geschafft. Die Männer kamen auf 78 %. Die Zahl der Vereinsmitglieder liegt bei 602. Unser Verein hat 67 Ehrenmitglieder, 6 mehr als im Vorjahr. Chorleiter Frank Montillon bescheinigte den Sängerinnen und Sängern eine gute Motivation und konzentrierte Mitarbeit. Er kommentierte die musikalischen Veranstaltungen des letzten Jahres, wie die "musikalische" Mehrtagesfahrt nach Wildermieming in Tirol, das erste Konzert des Projektchors, das in der neuen Ausstellungshalle des Autohauses Oster einen originellen "Konzertsaal" gefunden hatte. Für das gute Gelingen der Veranstaltungen des Jubiläumsjahres, wie den Festakt, das Festkonzert, die Gestaltung von Gottesdiensten, Freundschaftssingen u.a., zeigte er sich optimistisch. Er sieht in der Erarbeitung von guter moderner, unterhaltsamer Chormusik einen Weg, die Chöre zu verjüngen.

Nach der Bescheinigung der Revisoren über eine einwandfrei geführte Kasse erfolgte einstimmige Entlastung des Vorstands. In seinem Ausblick stellte der Vorsitzende fest, daß ja nun bald mit der Neuen Festhalle hervorragende Rahmenbedingungen für die Durchführung von Veranstaltungen vorhanden seien. Das Freundschaftssingen und das Festkonzert könnten in der neuen Halle stattfinden. Gesellige Veranstaltungen seien das Waldfest über Pfingsten, eine Jugend-Disco und ein Senioren-Tag. Ein Aufruf zu Gemeinsamkeit und besonderem Engagement im Jubiläumsjahr beendeten die harmonisch verlaufende Versammlung.
 
   
 

Festakt
24.01.98
125 Jahre MGV Frohsinn - festliche Geburtstagsfeier
Der Auftakt zum 125jährigen Vereinsjubiläum war der Festakt am 24. Januar 1998. Der Verein hatte zur Geburtstagsfeier Vertreter aus Politik, Verwaltung, Sängerbewegung, die Vorstände der musiktreibenden Vereine sowie die Ehrenmitglieder und Mitglieder des Vereins ins Pfarrer-Jakob-Fuchs-Haus eingeladen. Chorleiter Frank Montillon hatte die Sängerinnen und Sänger auf den Tag genau so gut vorbereitet, daß die Gäste voll des Lobes für die musikalischen Vorträge waren. Der Männerchor eröffnete das Programm mit den Liedern "Morgengloria" und "Schäfers Sonntagslied". Vorsitzender Günter Kunz begrüßte nun die Geburtstagsgäste. Dabei nannte er namentlich den Kreisdeputierten Theo Magin, Bürgermeister Ewald Ledig, den Präsidenten des Pfälzischen Sängerbundes, Hartmut Doppler, die Pfarrer Matt und Jung sowie den Ehrenchorleiter Roland Hahn. Kunz versuchte in seiner kurzen Ansprache eine Antwort auf die Frage zu geben: Wurde der Verein den Zielen seiner  Gründer gerecht? Im Gründungsprotokoll festgeschrieben steht die Pflege des Chorgesangs und der Geselligkeit. Beides so belegte er in seinen Ausführungen, ist auch heute noch eines der hohen Ziele des Vereins; es läßt sich an Hand der Aktivitäten über die Jahre  belegen. Die Anpassung an die zeitlichen Gegebenheiten im Verein hat ebenfalls Tradition und wurde mit der Gründung des Frauenchors und des Projektchors durchgeführt. Die Gründer müßten also mit dem Verein in seiner heutigen Form zufrieden sein, stellte er fest. Auch rief er die Jüngeren auf, die Tradition des Vereins fortzusetzen und sich zu engagieren.

Der Frauenchor setzte das Programm fort mit den Liedern "Schwinge dich auf mein Lied" und "Laudate Dominum".

Der Präsident des Pfälzischen Sängerbundes, Hartmut Doppler, hielt die Festrede. Mit seiner gekonnten Rhetorik zog er die Zuhörer in seinen Bann. Er lobte den Verein als einen der ideenreichsten und bestgeführten im Pfälzischen Sängerbund, der dabei auch über den eigenen "Tellerrand" hinausschaut. Mit der namensgebung "Frohsinn" wurde der Weg und die Ziele von den Gründern bereits definiert. "Frohen Sinnes" durch die Welt zu gehen, heißt nicht nur oberflächlich alles betrachtet, sondern mit einer optimistischen Grundhaltung aufmerksam um sich schauen. Das Chorsingen sei eine Gemeinschaftsaufgabe, bei dem jeder die Möglichkeit hat, sich mit seinen Fähigkeiten einzubringen und auch die Fördernden Mitglieder an diesem Gemeinschaftswerk teilnehmen zu lassen. Dabei muß Traditionelles und Modernes wertfrei nebeneinander stehen, stellte er fest. Die Mitmenschen wären ärmer, gäbe es das Angebot der Vereine nicht. Der Wichtigkeit des Singens im Kleinkindesalter betonte Doppler besonders. Er forderte, Musik und Gesang wieder mehr Raum und Stellenwert in der Familie und in den Bildungstätten zu geben.

Sehr ausführlich würdigte der Präsident auch die bewegte Geschichte des Vereins. Das Motto des Jubiläums "jung - modern - offen" gab er dem Verein als Zielvorgabe mit auf den Weg für die nächsten 125 Jahre.

Er schloß seine Festansprache mit dem Dank und der Anerkennung des Deutschen Sängerbundes für die geleistete Kulturarbeit und überreichte dem Vorsitzenden Günter Kunz eine entsprechende Urkunde. Günter Kunz bedankte sich für die Festrede mit einem Präsent.

Der Projektchor trug anschließend die Songs "Precious Lord" und "I've got a feeling" vor.

Bürgermeister Ewald Ledig stellte bei seinem Grußwort seine Berührungspunkte mit dem Verein vor, die er als Berichterstatter für die Zeitung "Das Echo" bei Theaterabenden oder Konzerten noch in Erinnerung hat. Er stellte fest, deß nicht nur die Mitglieder und Sänger stolz auf den Verein sein können, sondern auch Mutterstadter Bürger, die von dem kulturellen Angebot profitieren, z.B. bei den traditionellen Seniorenkonzerten. Er dankte den Aktiven und dem Chorleiter für die Bereitschaft zu dieser Arbeit für die Dorfgemeinschaft. Als Geschenk der Gemeinde überreichte er eine Spende und eine Grafik der neuen Festhalle "Palatinum". Günter Kunz dankte dem Bürgermeister für das Grußwort und stellte fest, daß das größte Geburtstagsgeschenk der Gemeinde die neue Festhalle ist, auf die sich der Verein sehr freut.

Den musikalischen Schlußpunkt der Veranstaltung setzte der Gesamtchor, bestehend aus Männer-, Frauen-, und Projektchor. Auf der Bühne sangen sie unter Leitung von Frank Montillon "Lobt den Herrn der Welt". Kunz bedankte sich zum Schluß bei allen, die mitgeholfen hatten, die Veranstaltung zu gestalten und forderte auf, noch ein wenig da zu bleiben und gemeinsam zu feiern.

Die Veranstaltung klang mit einem kleinen Umtrunk und Imbiß aus, die sehr gut angenommen wurden. Für die Gestaltung dieses Abschlusses wurde dem Wirtschaftsausschuß großes Lob gezollt.
 
   
 

Faschingsveranstaltung
05.02.98
Fasching im Jubiläumsjahr
Bei der Faschingsveranstaltung am 14. Februar 1998 machte der "Frohsinn" seinem namen alle Ehre. Jubel, Trubel, Heiterkeit vom ersten bis zum letzten Programmpunkt kennzeichnete die Stimmung in der bis auf den letzten Platz besetzten TSG-Halle. Sitzungspräsident Günter Kunz, der wie gewohnt mit viel Elan und Witz durch das über 3 Stunden dauernde Programm führte, wies in seinem Prolog mit einem lachenden und einem weinenden Auge daraufhin, daß man zum letztenmal in dieser Halle Fasching feiern werde, in die man über 30 Jahre zu Gast war.

Dieses Thema und besonders auch der name "Palatinum" der neuen Festhalle zog sich wie ein roter Faden durch nahezu alle Beiträge des Abends. Der Präsident begrüßte besonders herzlich als Ehrengäste des Abends die drei Beigeordneten Heller, Schneider und Brechtel nebst Gatten, den Hausherrn und TSG-Vorsitzenden Horst Reimer mit Gattin und Pfarrer Gerhard Matt.

Zum Auftakt des Programms heizte der Männerchor unter Leitung von Frank Montillon die Stimmung an mit dem Lied "Olé, olé Fiesta". In der Bütt stellte sich erstmals in der Geschichte des Frohsinns und aus Anlaß des Vereinsjubiläums ein Faschingsprinz in der Gestalt von Michael Fußer vor. Er nahm kritisch Vereinsinternas unter die Lupe und erntete viel Beifall. In die Berge wurden die Zuschauer entführt als eine Gruppe Frauen, an ihrer Spitze Emmi Sedlak, Maria Grosch und Christa Sommer-Obser, singend und jodelnd in Lederhosen und Dirndl einen Lacherfolg garantierten.

Der "Wunderheiler" (Gerhard Koch) und sein Assistent (Theo Fußer) kurierten verschiedene Patienten auf seltsame Weise, was im Saal natürlich viel Heiterkeit auslöste. Die Fußballfrauen Maria Grosch und Gabi Hauke setzten sich in der Bütt vehement für den Frauenfußball ein und ernteten dafür viel Beifall. Das Vereinsgeschehen glossierten auch die "Disharmoniker" Klaus Magin, Michael Fußer, Jürgen Nutzenberger und als musikalischer Begleiter, Fabian Rief. Sie strapazierten einmal mehr die Lachmuskeln der närrischen Zuschauer.

Karl Franz begleitete mit Akkordeon einen großen Auftritt des Frauenchors, der damit sein 10jähriges Bestehen feierte. Mit Liedern und Texten verteidigten die Frauen ihre Rechte in der "Männerwirtschaft" und parodierten den Chorleiter. Viel Beifall begleitete den Auftritt. Ganz still und ehrfürchtig wurde es im Saal, als ein Vereinsgründer die Bühne betrat. Mit Frack und Zylinder und ordenbehängter Brust wetterte er gegen die heutigen "Zustände" im Verein, ein Frauenchor, ein Projektchor wollten nicht in seinen Kopf hinein. Helmut Ringer zeigte hier wieder einmal sein Können in der Bütt und hatte natürlich die Lacher und Beifall auf seiner Seite.

Horst Reimer, TSG-Präsident, ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls in die Bütt zu steigen, um in gelungenen Versen wehmütig von der Turnhalle Abschied zu nehmen und seine Sorgen und Nöte mit der neuen Halle mitzuteilen. Auch er erhielt reichlich Applaus.

Die jungen Power-Frauen machten der Vereinsführung richtig Dampf und prophezeiten die Machtübernahme bei den nächsten Vorstandswahlen. Es soll neben den Lachern auch einige erschrockene Gesichter im Saal gegeben haben.

Abschluß und Höhepunkt des Programms war der musikalische Auftritt der zehn "Frohsinn-Sänger", musikalisch begleitet von Karl Franz und Klaus Ruff. Zunächst wurde mit Prolog und einem Solo von "dieser heiligen Halle" Abschied genommen um dann nach Entledigung von Frack und Zylinder in bunter Kleidung ein Loblied auf die neue Halle zu singen.Mit fröhlichen Stimmungsliedern und Solovorträgen von Konrad Heller - anstelle des kurzfristig erkrankten Richard Kraus - wurde die Stimmung im Saal nochmals richtig angeheizt. Der Sitzunspräsident verabschiedete sich mit der Hoffnung, daß man sich im nächsten Jahr im "Palatinum" wiedersehe und daß sich dort die gleiche Atmosphäre und Stimmung aufbauen lasse.
 
   
 

Gedenkgottesdienste
21.03.98 und 17.05.98
Gedenkgottesdienste im Jubiläumsjahr
In zwei festlichen und gut besuchten Gottesdiensten am Samstag, 21. März, 18 Uhr, in der katholischen Kirche und am Sonntag, 17. Mai, 9 Uhr, in der protestantischen Kirche,  wurde der lebenden und verstorbenen Mitglieder des Vereins gedacht. Unsere Chöre umrahmten die Gottesdienste mit festlichem Gesang.

Mit dem gewaltigen Werk „Die Himmel rühmen" von Ludwig van Beethoven eröffnete der Männerchor, begleitet an der Orgel von Joachim Bochynek, die Liedfolge in der katholischen Kirche. Der gemischte Chor folgte mit „Du großer Gott", der Frauenchor mit „Ich bete an die Macht der Liebe" und „Laudate Dominum". Pfarrer Matt ging in seiner Predigt auch auf den Verein und seine Geschichte ein. „Wenn Sie offen sind, dann bleiben Sie auch jung und modern" sagte Pfarrer Matt in Anspielung auf das Jahresmotto des Vereins.

Die Fürbitten, speziell auf den Verein formuliert, trug Helmut Ringer vor. Dabei wurde für das Fortbestehen des Vereins, für die verstorbenen Mitglieder und besonders für die Opfer der Gewaltherrschaft und der Weltkriege gebetet.

Auch das „Sanctus" von Silcher, vorgetragen  vom Männerchor, und das abschließende „Lobt den Herrn der Welt" des gemischten Chors mit Orgelbegleitung, gaben der Feier ein festliches Gepräge.

In der protestantischen Kirche war die musikalische Umrahmung etwas geändert. Die Chöre trugen u.a. „O Herr, welch ein Morgen", „Von guten Mächten" und „Das ist der Tag des Herrn" vor. Auch Pfarrer Schwarz ging in seiner Predigt auf unseren Verein ein. Er lobte den Gesang mit den Worten des Kirchenvaters Augustinus: „Wer singt betet doppelt"

Am Ende beider Gottesdienste richtete unser Vorsitzender Günter Kunz Dankesworte an die Pfarrer, an die zahlreichen Besucher, an die Organisten und an die Sängerinnen und Sänger, die nahe zu vollständig vertreten waren.
 
   
 

Jugendveranstaltung
09.05.98
Von „ABBA bis ZAPPA"
Zu einer Disco für die Jugend und Junggebliebene war am 9. Mai eingeladen. Die Veranstaltung paßte hervorragend in den Reigen der Jubiläumsveranstaltungen zum 125-jährigen Bestehen des Vereins. Die Vertreter der jüngeren Generation unter Leitung von Stephan Beenke hatten den Saal der „Neuen Pforte" mit Lichtanlage und Beschallung in eine Disco verwandelt; der Wirtschaftsausschuß sorgte für das leibliche Wohl der Besucher.

Stephan Beenke begrüßte die Gäste, unter ihnen auch die Vereinsvorsitzenden Günter Kunz und Richard Kraus. Leider blieb die Besucherzahl hinter den Erwartungen zurück. Discjockey Steffen Dißinger konnte durch gezielte Musikauswahl die Besucher zum Tanzen animieren und ging dabei gerne auf die Wünsche der Gäste ein.

Im Laufe des Abends war Musik für jeden Geschmack dabei. Jung und Alt tanzte ausgiebig nach Disco-Sound, modernen Schlagern und Oldies. Da der Saal durch starke Sonneneinstrahlung am Tage ziemlich aufgeheizt war, waren neben der Bar vor allem die Balkone belagert, um frische Luft zu schnuppern und sich zu unterhalten. Spät in der Nacht neigte sich ein schöner unterhaltsamer Abend dem Ende zu. Der Dank gilt allen Organisatoren und dem Wirtschaftsausschuß.
 
   
 

Waldfest
30.05. - 01.06.98
Ein tolles Waldfest
Mit 5000 Handzetteln, Plakaten und Hinweisen in der Presse war die Bevölkerung von Mutterstadt und Umgebung zu unserem musikalischen Jubiläums-Waldfest über die Pfingstfeiertage, vom 30. Mai bis 1. Juni eingeladen. Und, um es vorweg zu sagen, viele kamen. Sie alle wollten die Blaskapelle Mutterstadt, den 1. HHC Mutterstadt und nicht zuletzt die Pfälzer Musikanten aus dem Elmsteiner Tal hören. Natürlich kamen die Besucher auch um die kulinarischen Spezialitäten zu kosten: Fläschknepp mit Meerrettich und Krautspätzle mit Kasseler, neben den üblichen Steaks, Servela, Wurstsalat, Pommes frites, belegten Brötchen sowie Kaffee und Kuchen. Um dieses Essen- und ein umfangreiches Getränke-Angebot reibungslos umzusetzen, waren an den drei Tagen rund 300 fleißige Helferinnen und Helfer (viele mehrmals) im Einsatz.

Der Wirtschaftsausschuß hatte nicht nur im Vorfeld bei der Organisation und Einteilung des Personals eine gute Hand, sondern steuerte auch während des Festes den Einsatz so gut, daß sich trotz des guten Besuchs kaum Schlangen an Kassen und Ausgabestellen bildeten.

Für gute Stimmung (und guten Umsatz) sorgte nicht nur das ideale Wetter, sondern auch die umfangreiche hervorragende musikalische Unterhaltung. Das gilt vor allem für die Blaskapelle, die am Samstagabend und am Sonntagvor- und -nachmittag zünftig aufspielte und den 1. HHC, der montags das Frühschoppenkonzert gestaltete. Gespannt waren alle auf die Pfälzer Musikanten, die erstmals in Mutterstadt auftraten. Sie erwiesen sich am Sonntag- und Montagnachmittag und am Abend als echte Stimmungskanonen. Am Montag traf sich die Chorgemeinschaft Dannstadt bei einer Radwanderung auf unserem Waldfest. Frauen- und Männerchor, dirigiert von Peter Batzler, brachten gleich ein kleines Jubiläumsständchen. Der Vergnügungsausschuß hatte an zwei Tagen originelle Kinderbelustigungen organisiert, die von einer großen Kinderzahl begeistert angenommen wurden.

Nicht vergessen werden darf die formelle Eröffnung des Waldfestes durch unsere Chöre. Viele Mutterstadter Vereine und Institutionen gratulierten dem Verein mit Geschenken zum 125jährigen Jubiläum.

Ein rundum gelungenes Fest brachte unserem Verein und dem Wirtschaftsausschuß unter seinem Vorsitzenden Otto Dirolf großes Lob ein.
 
   
 

Tag der Senioren
14.06.98
Fröhlicher Seniorentag
Nach der Jugend-Disco mußte zwangläufig auch eine Veranstaltung für unsere älteren Mitglieder folgen. So waren am Nachmittag des 14. Juni von den 240 eingeladenen älteren Vereinsmitgliedern trotz „Schafskälte" und ständiger Regenschauer doch eine stattliche Anzahl von Gästen in den Ritterhof gekommen. Man rückte unter dem schützenden Dach des Ritterhofs mit den Sängerinnen und Sängern zusammen, was der Stimmung und der Gemeinschaft höchst förderlich war. Vereinsvorsitzender Günter Kunz begrüßte die Gäste und verwies darauf, daß der Verein in seinem Jubiläumsjahr  bisher nur gut gelungene und gutbesuchte Veranstaltungen hatte. Herzliche Grüße richtete der Vorsitzende an das mit 97 Jahren älteste Mitglied des Vereins, Fritz Bug,  das aber nicht dabei sein könne. Er freute sich jedoch, Willi Batzler, das zweitälteste Mitglied, 86 Jahre alt, unter den Gästen zu sehen.

Der Männerchor eröffnete das Unterhaltungsprogramm mit dem so passenden Lied „Wer hier mit uns will fröhlich sein" und brachte die Gäste mit dem Walzerlied „Im Weinparadies" schon zum Schunkeln. Der Frauenchor unterhielt u.a. mit dem Lied „Was glänzet der Frühling" und stellte die Frage „Wo sind die alten Freunde all ?" Der jüngste Sänger Matthias Wambsgans unterhielt die Gäste mit der elektronischen Orgel. Viel Beifall erhielt auch eine Gruppe Sänger, die in Begleitung von Klaus Ruff (Gitarre) und Matthias Wambsgans (Handharmonika), Pfälzer Weinlieder vortrug. Dabei erfreuten besonders die Solisten Konrad Heller mit „Geschte weg" und Richard Kraus mit den Liedern „Tri tra Tröppelche" und „Hol e Häwwel vol ruff" die Gäste. Die Senioren nutzten ausgiebig die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und bei Preisen „wie anno dazumal" nicht zuletzt das kulinarische Angebot.

Ein großes Dankeschön geht wieder einmal an den Wirtschaftsausschuß unter Leitung von Otto Dirolf und seinen Helfern, die für eine reibungslose Bewirtung sorgten.
 
   
 

Kegeln um den "real-Pokal"
13./14.06.98 und 20./21.06.98
Ortsturnier um den real-Pokal

Auch in diesem Jahr beteiligten sich zwei Frohsinn-Kegelmannschaften am Ortsturnier, das am 13./14. und 20./21. Juni im Mutterstadter Kegel-Center ausgetragen wurde. Die Herren-Mannschaft und die Gemischte Mannschaft kämpften wieder gegen starke Konkurrenz. Nachdem die Herren nach der Vorrunde auf dem 2. Platz lagen, unternahmen sie alle Anstrengungen, dieses Ergebnis noch zu verbessern. Leider rutschten sie im Endkampf mit insgesamt 2557 Punkten auf den 4. Platz. Auch die Gemischte Mannschaft erreichte mit beachtlichen 2453 Holz den 5. Platz in ihrer Gruppe. Nach dem Motto „Dabeisein ist alles" nahmen die Sportler die Ergebnisse gelassen.
 
   
 

Projektchor in der Stiftskirche Landau
20.06.98
Beeindruckendes Konzert in der Stiftskirche Landau
Mit einem Kanon zogen am 20. Juni ca. 140 Sängerinnen und Sänger der jungen Chöre von Chorleiter Frank Montillon auf die großzügige Bühne der vollbesetzten Stiftskirche in Landau. „Soon and very soon" erklang anschließend als gemeinsames Eröffnungslied. Frank Montillon veranstaltete mit seinen Chören, dem Projektchor Frohsinn Mutterstadt, Modern Voices Winden, Junger Chor Hochstadt und der Band „Fisherman Friend´s" ein gemeinsames Konzert. Jeder Chor präsentierte sich mit eigenen Beiträgen und im Gemeinschaftschor, dann begleitet von der Band.

Unser Projektchor eröffnete den Reigen der Einzelbeiträge mit den Songs „ I´ve got a Feeling", „Killing me softly", „Heal the World" und „Take me home, Country Roads". Der Chor und der Chorleiter erhielten von dem begeisterten Publikum reichlich Beifall  Es folgten im Wechsel die Auftritte der Band und der beiden anderen Chöre.

Höhepunkt waren die gemeinsam gesungenen Lieder, begleitet von der Band. „Can you feel the love tonight", „Everything i do", „One moment in time", und „We are the world", erschallten in beeindruckender Chorstärke aus dem Chorraum der gotischen Kirche. Sie hinterließen einen nachhaltigen Eindruck bei den Besuchern, die nach zwei Stunden mit einer Zugabe auf ein beeindruckendes Konzert zurückblicken konnten.
 
   
 

Eröffnung des Palatinums
04.07.98
Die neue Festhalle wurde eröffnet
Ein Freudentag für die ganze Gemeinde war die Einweihung der neuen Festhalle, die auf den namen Palatinum getauft wurde. Am ersten Juli-Wochenende 1998 wurde Mutterstadts „gute Stube“ mit mehrtägigen Feierlichkeiten seiner Bestimmung übergeben. Nach einem Festakt freitags abends konnten am Samstag, dem 4. Juli, die Mutterstadter Musik- und Ge-sangvereine den Festsaal mit einer „Sommerlichen Serenade“ übernehmen.

Bürgermeister Ewald Ledig machte in seiner Festrede deutlich, daß das Palatinum nicht nur den Wohn- und Freizeitwert der Gemeinde steigern, sondern darüberhinaus auch neue Im-pulse in das Freizeitangebot, besonders auch für jüngere Mitbürger, bringen werde.  „Möge es Freude, Entspannung und Erholung vermitteln, dann hat sich die Arbeit aller Beteiligten gelohnt“. So brachte der Bürgermeister seine Wünsche auf den Punkt.

Die Blaskapelle Mutterstadt, der 1. Handharmonika-Club Mutterstadt, die beiden Kirchenchöre, der Chor „Crescendo“ sowie die Chöre aller Mutterstadter Gesangvereine bestritten mit fröhlichen und festlichen Liedern und Musikstücken ein würdiges Eröffnungskonzert. Unsere Chöre, unter Leitung von Frank Montillon, eröffneten den Schlußauftritt mit dem Männerchor und Wilhelm Heinrichs „Blauer Mond“, der Frauenchor trug „Suleiko mein Mädchen“ von Otto Groll vor, und beide zusammen als großer gemischter Chor setzten mit „Herrliche Berge“ und „O mia bella Napoli“ einen Höhe und Schlußpunkt.

Die Zuhörer im vollbesetzten Festsaal spendeten allen Musik- und Liedvorträgen begeisterten Beifall.

Dem Serenadenkonzert schloß sich ein prachtvolles Barockfeuerwerk auf dem Meßplatz vor dem Palatinum an.

Am Sonntag konnte dann die ganze Gemeinde die neue Festhalle nebst neuer Turnhalle bei einem „Tag der offenen Tür“ kennenlernen.
 
   
 

Fahrradtour
25.07.98
Fahrradtour mit kulinarischen Genüssen
Am 25. Juli hatte der Vergnügungsausschuß auf Anregung von Sangesfreund Gerhard Koch zu einer Fahrradtour nach Deidesheim eingeladen. Trotz der Sommerferien hatten sich etwa 40 Sängerinnen und Sän-ger am Startplatz eingefunden, um bei gutem Sommerwetter die Tour über Dannstadt und Meckenheim nach Deidesheim aufzunehmen.

Ziel war die Gartenanlage eines Mitglieds der Ludwigshafener Radsportfreunde kurz vor Dei-desheim. In der urigen und natürlichen Umgebung erwartete die Frohsinnler dann eine angenehme Überraschung. Neben einem umfangreichen Gertränkeangebot hatten die Gastgeber ein excellentes Buffet zunächst an schmackhaftem Kuchen und zum Abendessen an europäischen Speisespezialitäten aller Art aufgeboten. Kein Wunder, daß eine ausgezeichnete Stimmung herrschte und der Aufbruch hinausgezögert wurde.

Nach einem Liedvortrag und Dankesworten unseres Vorsitzenden wurde dann aber rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit die Heimfahrt angetreten.
 
   
 

Sommeraktivitäten
Sommeraktivitäten unserer Sängerinnen
Wie schon in den letzten Jahren waren die Sängerinnen auch in diesen Ferien wieder mit dem Fahrrad aktiv. Jeden Mittwoch um 19 Uhr versammelte sich eine Gruppe, mal größer mal kleiner, am vereinbarten Treffpunkt und jedesmal führte eine andere Sängerin über schöne Fahrradwege in die nähere Umgebung. Und bei jeder Tour fand sich jemand, der kühle Getränke, meist Schorle, aber auch selbstgemachten Eierlikör, spendierte. So herrschte auch schon während der Fahrten gute Stimmung, die dann in einem Mutterstadter Abschlußlokal bei Gesang ihren Höhepunkt fand.

Für die daheimgebliebenen Urlauber organisierte Ursula Hirsch, nicht zuletzt aus Anlaß des 10jährigen Bestehens des Frauenchors, auch noch besondere Ausflüge. So besichtigten etwa 20 gutgelaunte Sängerinnen die Sektkellerei Wachenheim. Die Führung endete natür-lich mit einer Probe unterschiedlicher Sektsorten. Nachmittags wurde auch noch das Waagenmuseum besichtigt, eine äußerst interssante Angelegenheit.

Am 31. August führte Martina Scholz etwa 30 Sängerinnen zu einer Besichtigung einer Nudelfabrik in Großfischlingen. Dort wurden Maschinen zur Herstellung verschiedenster Nudelsorten vorgeführt und erklärt. In einem angrenzenden Lokal konnten dann die unterschiedlichsten Nudelsorten verspeist werden. Ursula Hirsch hatte auch am 10. Oktober eine Fahrt in das historische Städtchen Freinsheim organisiert. Um 15 Uhr wurden die Damen vor dem schmucken Rathaus mit einem Gläschen Sekt empfangen. Unter sachkundiger Führung besichtigten sie anschließend die Altstadt. Bei bester Stimmung wurden dabei auch einige Kanons gesungen. In der Weinstube „Im Kitzig“ klang der wohlgelungene Nachmittag aus.
 
   
 

Freundschaftssingen
26.09.98
Freundschaftssingen im Palatinum
Unsere allererste Veranstaltung in der neuen Festhalle Palatinum wurde ein großer Tag mit unseren Mutterstadter Brudervereinen und den Kirchenchören. Für unsere Mitglieder und  Freunde war der Besuch bei freiem Eintritt ein Jubiläumsgeschenk. Rund 400 Mitwirkende und nahezu ebenso viele Besucher füllten die Halle.

Mit unseren Chören sangen und musizierten (in der Reihenfolge des Auftritts) der Evangelische Kirchenchor, Leitung Stefan Franz;  der Männerchor des MGV Liederkranz, Leitung Bernhard Dreier; der Männerchor des GV Germania, Leitung Irmgard Löb; der Frauenchor des GV Germania, Leitung Frau Erlewein und der gemischte Chor des GV Germania, der Chor des Pfarr-Cäcilienvereins, Leitung Stefanie Kohl und der Männerchor der Chorgemeinschaft MGV 1860 Mutterstadt und MGV 1864 Maudach, Leitung Fritz Zeiß.

Unser Männerchor eröffnete das Programm und lud alle ein „Wer hier mit uns will fröhlich sein“ und zum „Pfälzer Weinknorz“. Unser Frauenchor setzte auf die „Alte Freundschaft“ und erfreute mit „Soon ah will be done“. Der Frohsinn-Projektchor reihte sich gut in den Programmablauf ein mit den Songs „Soon and very soon“ und „Die Rose“. Zum Abschluß vereinigten sich unser Frauen- und Männerchor zu einem großen gemischten Chor. Er trug „Leuchtet der Morgen“ und das dalmatische Volkslied „Kad si bili mala Mare“ vor.

Alle Chöre sangen hochmotiviert und konzentriert fröhliche und festliche Lieder und erhielten vom Publikum tosenden Beifall. Die Vorsitzenden der Gastvereine gratulierten bei ihren Vorträgen zum Jubiläum, wünschten dem Verein für die Zukunft viel Erfolg und übergaben Geschenke an unseren Vorsitzenden. Dieser wiederum dankte mit einer mit Widmung versehenen Flasche Sekt.

Insgesamt war diese Veranstaltung ein weiterer kultureller Höhepunkt im Jubiläumsjahr.
 
   
 

Familienausflug
03.10.98
Familienausflug nach Tübingen
Große Resonanz fand die Einladung zu unserem Familienausflug am 3. Oktober 1998. Mit 130 Teilnehmern starteten drei Hörtel-Busse in die altberühmte Universitätsstadt Tübingen am Neckar. Am Vormittag wurde das Jagdschloß und das Zisterzienserkloster in Bebenhau-sen bei Tübingen teilweise mit Führung besichtigt. Um die Mittagszeit war ein Picknick angesagt, bei dem sogar die Sonne durch die ansonsten dicken grauen Wolken durchbrach.

Am Nachmittag wurden die Frohsinnler bei Führungen in mehreren Gruppen mit der Altstadt und dem Universitätsviertel von Tübingen und dem Schloß Hohentübingen bekanntgemacht. Dabei mußten alle die Ohren spitzen, denn der Vergnügungsausschuß hatte wieder ein Preisrätsel vorbereitet, bei dem Fragen zur Stadt und der schwäbischen Mundart zu beantworten waren.

Am frühen Abend stürmten dann die Mutterstadter den Brauereigasthof „Zur Krone“ in Neustetten-Remmingsheim. Nach einem guten Essens waren alle gespannt auf die Auflösung des Rätsels. Immerhin waren 99 richtige Lösungen eingegangen, und die kleine Felicitas zog die drei Gewinner.  Über einen Gutschein für einen Theaterbesuch im Palatinum konnten sich Gerhard Heene, Franz Grüner und Ernst Doser freuen.

Zum Abschluß sangen die Chöre noch einige flotte Lieder. Der Vorsitzende Günter Kunz dankte dem Vorsitzenden des Vergnügungsausschusses Klaus Magin und den Gruppenleiterinnen und -leitern Susanne Beenke, Martina Scholz und Edwin Alexander für die wieder einmal bestens organisierte Fahrt.
 
   
 

Festkonzert
07.11.98
Festkonzert - Höhepunkt des Jubiläumsjahres
Unser Festkonzert am 7. November 1998 wurde zu einem kulturellen Ereignis in Mutterstadt. Schon im Vorfeld des Konzerts setzten Chorleiter, die Vereinsführung und alle Sängerinnen und Sänger alles daran, die Veranstaltung zu einem wirklichen Höhepunkt des Jubiläums-jahres werden zu lassen. So zogen die Aktiven bei den regulären Singstunden und zahlrei-chen Zusatzproben sowie bei der ganztägigen Chorklausur am 24. Oktober im Vereinsheim der Blaskapelle Schifferstadt voll mit. Für die Vereinsführung war ein Konzert in der neuen Festhalle Neuland. Vieles mußte bedacht und besprochen werden. Der Kartenvorverkauf entwickelte sich zu einem Renner. Bereits zwei Wochen vor dem Konzert waren alle Eintrittsprogramme restlos ausverkauft. Zahlreiche Kartenwünsche konnten nicht erfüllt werden. Die Kartennachfrage wurde nicht zuletzt durch unsere Mutterstadter Solistin Anke Vondung angeheizt, die viele nationale und internationale Preise bei Gesangswettbewerben errungen hat und am 26. Oktober von der Gemeindeverwaltung Mutterstadt eine große Ehrung erfuhr. Mitwirkende des Konzerts waren:
Anke Vondung, Mezzosopran; Karl Benkert, Flügel; Achim Scheuermann, Flügel; eine Rhythmusgruppe, Leitung Stefan Franz; Männerchor, Frauenchor und Projektchor unseres Vereins unter der Leitung von Frank Montillon, dem auch die musikalische Gesamtleitung oblag. Wie unser Vorsitzender Günter Kunz zur Begrüßung sagte, haben sich die Chöre in diesem Konzert mit vollkommen neuer Literatur der chorischen Unterhaltungsmusik zugewandt. Er sprach die Überzeugung aus, daß auch diese Art der Chormusik bei den Zuhörern ankomme. Günter Kunz hieß zahlreiche Ehrengäste willkommen, darunter Bürgermeister Ewald Ledig mit allen Beigeordneten, Pfarrer Matt von der katholischen Kultusgemeinde, den Sängerkreisvorsitzenden Günter Stotz und Kreischorleiter Wolfgang Sieber.

Der Männerchor eröffnete die Programmfolge mit dem bekannten und zum Nachdenken anregenden Lied „So war mein Leben“ mit Richard Kraus und Anke Vondung als Solisten. Manchem Tänzer wird es bei dem „Kri-minaltango“ in den Füßen gejuckt haben. Der Schlager wurge gekonnt rhythmisch und mit aku-stischen Effekten vorge-tragen. „Der Mann im Mond“, weltbekannt durch DIE PRINZEN und arrangiert für den Chor von Frank Montillon, wurde zu einem der vielen Höhe-punkte des Konzerts.

Der Projektchor, der sich moderner, vorwiegend englischsprachiger Chormusik widmet, setzte sich hervorragend in Szene mit dem Hit von Elton John „Can you feel the love tonight“, mit dem flotten „Grease lightnin“, dem Song „Everything I do“ und nicht zuletzt mit dem Welthit „One moment in time“. Der auf über 40 Mitglieder angewachsene gemischte Chor wurde teils von Achim Scheuermann am Flügel, teils von der Rhythmusgruppe begleitet. Achim Scheuermann lockerte das Progamm mit dem Medley „Verträumte Melodien“, gespielt am Flugel, gekonnt auf.

Der Frauenchor erfreute die Zuhörer mit Draffi Deutscher’s Hit „Marmor, Stein und Eisen bricht und mit dem mit Pep vorgetragenen „Lollipop“, beide Titel waren ebenfalls von Frank Montillon arrangiert. Mit dem Haupttitel „Hail Holy Queen“ aus dem Film „Sister Act“ erntete auch der Frauenchor tosenden Beifall.

Alle Chöre vereint trugen das Lied „One way Wind“ aus dem Musical „Cats“ und das grie-schiche Liebeslied „Eleni“ vor. Hier waren etwa 150 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne, die damit die Vielfalt der musikalischen Möglichkeiten des Vereins demonstrierten.

Der gemische Chor, bestehend aus Frauen- und Männerchor setzte dann mit der Liederfolge „Melodien zum Verlieben“, begleitet von Karl Benkert am Flügel, einen absoluten Höhepunkt.

Unsere Mutterstadter Sängerin Anke Vondung, die demnächst ihr erstes Theaterengage-ment antritt, bereicherte das Programm mit ihrer festen und ausgereiften Stimme und ihrer charmanten Mimik. „Etwas leise Musik“, „As time goes by“, „Somewhere“ aus dem Musical „West Side Story“, „I could have danced all night“ aus dem Musical „My fair Lady“, „Wenn ein junger Mann kommt“ und „Er heißt Waldemar“ waren die bekannten Titel, für die sie begei-sterten Beifall erhielt  und mit denen Sie sich in die Herzen der Zuhörer sang.

Zum Abschluß bedankte sich unser Vorsitzender Günter Kunz beim Publikum und über-reichte den Hauptakteuren Blumen und Jubiläumssekt. Ein besonderes Dankeschön ging an den Chorleiter Frank Montillon, der an diesem Abend nicht nur musikalische, sondern auch körperliche Höchstleistungen vollbracht hat.
 
   
 

Volkstrauertag
15.11.98
Volkstrauertag 1998
Es ist zur Tradition geworden, daß sich unser Männerchor an der Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft beteiligt. In der Trauerhalle des neuen Friedhofs eröffneten die vereinigten Mutterstadter Männerchöre, dirigiert von Fritz Zeis, das Gedenken, das in diesem Jahr als Zentrale Feier des Kreises begangen wurde. Pfarrer Gerhard Matt mahnte in seiner Ansprache, die Greuel des Krieges und der Gewaltherrschaft nicht zu vergessen und jeder einzelne solle nach seinen Mög-lichkeiten zum Frieden seiner Umgebung und der Welt beitragen.
 
   
 

Totengedenken
22.11.98
Gedenken an unsere Toten
Zahlreiche Angehörige von verstorbenen Mitgliedern sowie eine Reihe von Mitgliedern und Freunden des Vereins waren an dem kalten, aber sonnigen Morgen des Totensonntag auf den neuen Friedhof gekommen, um der Verstorbenen des Vereins zu gedenken. Eine Bläsergruppe der Blaskapelle er-öffnete mit einem Choral die Feierstunde im Jubiläumsjahr. Gerold Magin regte die Versammelten mit einer Meditation zum Nachdenken über den Sinn des Lebens und das Kommen und Gehen aus dieser Welt an. Musikalisch gestaltete der gemischte Vereinschor die Feierstunde mit den Liedern „Selig seid ihr“ und „Finnischer Bittgesang“.

Die Ansprache hielt unser Vorsitzender Günter Kunz. Er erinnerte an die vielen Verstorbenen in der 125jährigen Vereinsgeschichte. Je weiter der Tod zurückliege, um so verschwommener werde die Erinnerung. Das Bild der herausragenden Persönlichkeiten der Nachriegsjahre sei dagegen schon klarer. Das Versprechen am Grabe eines Mitglieds, ihm ein ehrendes Andenken zu bewahren, sei das Band, das uns mit den Verstorbenen verbindee. Keine verschwommene Erinnerung mehr sei der Tod von zehn Ehrenmitgliedern und Mitgliedern in den letzten zwölf Monaten. Für manchen war der Tod eine Erlösung von unsagbarem Leid, für Andere kam er viel zu früh oder urplötzlich, stellt Kunz fest. Er brachte die namen nochmals in Erinnerung: Georg Baumgartner, Ernst Bechberger, Klaus Dietrich, Willi Gruschka, Herbert Kaina, Gerhard Koch, August Magin, Friedhelm Magin, Adolf Schott und Hermann Schott.

Die Anwesenden gedachten der Entschlafenen und aller Freunde in Stille. Mit dem gemeinsam ge-sungenen und von der Bläsergruppe begleiteten Lied „Wir sind nur Gast auf Erden“, endete die würdige Feierstunde.
 
   
 

Ehrungsabend
18.12.98
Hohe Ehrungen zum Abschluß des Jubiläumsjahres
Zum Abschluß der Feiern zum 125jährigen Vereinsjubiläum hatte die Vereinsführung seine Sängerinnen und Sänger und die zu ehrenden fördernden Mitglieder ins Pfarrer-Jakob-Fuchs-Haus eingeladen. Die Chöre des Vereins unter der Leitung von Frank Montillon umrahmten die Ehrungen des Pfälzischen Sängerbundes die von dessen Präsidenten Hartmut Doppler persönlich vorgenommen wurden, die Ernennung von Ehrenmit-gliedern und die Auszeichnungen des Vereins für fleißigen Singstundenbesuch.

Den Reigen der Ehrungen eröffnete der Präsident des Pfälzischen Sängerbundes mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel mit Urkunde an Konrad Heller, Richard Kraus, Ludwig Kuhn, Günter Kunz und Gerhard Muy für 40jährige verdienstvolle Mitgliedschaft in einem Chor sowie der Verleihung der silbernen Ehrennadel mit Urkunde an Jakob Bechtel, Volker Bereswill und Otto Eck für 25jährige aktive Mitgliedschaft. In seiner Laudatio verwies der Präsident auf die Heimatverbundenheit, aber auch auf die Weltoffenheit des Chorgesangs. „Der Gesang ist die internationale Sprache der Begegnung“ resümierte der Präsident. Er bezeichnete den „Frohsinn“ als Stütze des Sängerbundes und des Sängerkreises Ludwigshafen.

Mit seinen Dankesworten verwies der Vorsitzende Günter Kunz auf das Jahre 1958, in dem der Verein mit 38 Eintritten, davon 20 überwiegend jungen Sängern, einen großen Aufschwung nahm. Wenn dann noch fünf Sangesfreunde heute geehrt würden, dann zeige dies ein hohes Maß an Treue und Zuverlässigkeit.

Im Anschluß wurden elf fördernde Mitglieder für 40jährige Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt. Dabei überreichte der Vorsitzende jeweils eine von Michael Kunz geschaffene Urkunde an Anton Belafi, Roland Bug, Werner Bug, Karl Funk, Wolfgang Heller, Karl-Ernst Magin, Ewald Mattern, Werner Mattern (Präsidi-umsmitglied des Pfälzischen Sängerbundes und Vorsitzender der Deutschen Chorjugend), Adam Mieger, Gisbert Pöllinger und Dieter Schulz. Jakob Bechtel und Otto Dirolf wurde die Ehrenmitgliedschaft für 25jährige aktive Mitgliedschaft im Verein verliehen.

Die Ehrungen für fleißigen Singstundenbesuch nahmen die Sprecherin des Frauen-chors, Ursula Hirsch und Manfred Hahn als Sprecher des Männerchors vor. Insge-samt 59 Sängerinnen und 50 Sänger hatten die Bedingungen für fleißigen Besuch der Singstunden erfüllt.

Durch das 10jährige Bestehen des Frauenchors konnte die erfreuliche Zahl von 12 Sängerinnen die Ehrung für 10 Jahre regelmäßigen Besuch der Übungsstunden erfahren.

Als äußeres Zeichen erhielten eine Armbanduhr: Martha Alexander, Susanne Beenke, Gerda Heene, Hildegard König, Ursula Kraus, Gertrud Kunz, Beate Lenz, Gisela Magin, Magdalena Magin, Hedwig Rief, Else Ruh, Hannelore Stephan.

Im Männerchor hatte Otto Hoffmann die Bedingungen für 10 Jahre regelmäßiges Singen erfüllt. Auch er erhielt eine Armbanduhr, ebenso die fünf Sänger für 20 Jahre: Johannes Berkel, Paul Dick, Erich Hahn, Konrad Heller und Helmut Ringer.

Die goldene Brosche für 3 Jahre fleißiges Singen wurde Erika Bak, Katharina Engel, Marietta Killet, Barbara Kraml, Anneliese Lötterle, Maria Maurer und Marianne Michel verliehen; ebenso wurde die goldene Sängernadel für 3 Jahre Otto Hauck und Tino Sarcinelli verliehen. Ein Jahr regelmäßig gesungen hatten Maria Ehmann, Christa Mahnke, Rita Meyer, Ursula Schmitt und Thorsten Magin. Sie hatten sich die silberne Brosche bzw. Sängernadel verdient.

Abschließend gratulierte auch der Vorsitzende allen Geehrten und dankte ihnen für ihre Treue, Zuverlässigkeit und ihren großen Einsatz im Jubiläumsjahr, das als Meilenstein in die Geschichte des Vereins eingehen wird.